«Landaise» Schaf
Von den unzähligen Schafherden, die die «Landes» (frz.
Departement südlich von Bordeaux) bevölkerten und ein wichtiger Wirtschaftszweig
waren, verblieben im Jahre 1974 nur noch etwa hundert , mehr oder weniger gekreuzt. Dezimiert
wurden sie vor allem wegen der Kieferpflanzungen. Der regionale Naturschutzpark der «Gasgogne»
erarbeitete mit verschiedenen wissenschaftlichen Persönlichkeiten ein Programm zur Erhaltung
der letzten Landaisschafe.
1989 wurde der «Ferme Conservatoire» eine Gruppe Schafe anvertraut.
Eine eindrucksvolle Vermehrungsarbeit wurde geleistet, 280 weibliche , für die Zucht bestimmte Tiere kamen auf dem Hof zur Welt, man fand vier neue Züchter, und es wurde ein spezieller Vermehrungsplan auf die Beine gestellt, um der Inzucht entgegenzuwirken. Für diesen Plan wird ein grosser Stock männlicher Tiere gehalten, auch um den anderen Zuchtstellen Böcke anzubieten.
Parallel verlief eine Studie über dieverschiedenen Typen des Landaisschafes,
die uns erlaubte, durch Züchtung eine Genetik wiederzufinden, die dem Typus des Landaisschafes
vom Anfang des letzten Jahrhunderts möglichst nahe kommt.